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DVD-Video-Reviews: T


Tarzan


Das ist die heutige Dschungeljugend: Dreadlocks und Astsurfen.

Die Zeichentrickfilmadaption von E. R. Burroughs' Romanhelden. Hier die Geschichte von dem Affenmenschen (Weiße sind doch die besseren Gorillas), der in Gestalt der schönen Jane in Kontakt mit seinen Artgenossen kommt und darob eine Identitätskrise durchmacht: ein etwas zahnloses Skript, das ein bißchen an Dschungelbuch erinnert, musikalisch untermalt von Phil Collins. Diese Musik ist es, die dem Film einen gewissen Charme verleiht.

Die Extras sind ganz ansehnlich: ein ausführliches Making-of mit Thomas Gottschalk (wer hätte das gedacht: Anke Engelke ist die deutsche Synchronstimme von Jane); ein Quiz zum Film; ein Musikvideo mit Phil Collins. Das Menü ist funktionell, aber die disneyüblichen Zwangsvorschauen bergen hohen Ärgerfaktor. Auf der DVD steht (wohl fälschlicherweise) als Altersfreigabe 12 Jahre, laut Vorspann ist der Film aber ohne Altersbeschränkung.

Funkt.**...
Extras****.
Film***..

Tarzan und Jane

Zweiter Aufguß des disneyschen Zeichentricktarzan. Jane ist seit einem Jahr mit Tarzan verheiratet und läßt bei der Frage, was sie ihm zum Hochzeitstag schenken könnte, ein paar abenteuerliche Episoden aus ihrer Dschungelehe vor ihrem geistigen Auge Revue passieren. Flaches Machwerk, das selbst meiner Tochter nicht sonderlich gefallen hat.

Extras***..
Film*....

Taxi Taxi


Danieles Tempo hält keine Radarpistole aus.

Wenn Taxifahrer Daniele eine eilige Fuhre hat, hängt er auch den Doppelweltmeister im Straßenrallyefahren locker ab. Darum kann er auch nicht nein sagen, als ihn der Vater seiner Freundin, General Bertineau, bittet, ihn ganz rasch zum Flughafen zu fahren, um dort einen japanischen Minister abzuholen. Und klarerweise helfen Daniele und sein Taxi auch mit, den Minister wiederzufinden, nachdem er von Yakuzas entführt worden ist.

Komödie von Luc Besson mit Martial-Arts-Elementen und einer Massenkarambolage à la Blues Brothers. Die Verleih-DVD ist der absolute Tiefpunkt an Ausstattung: keine Originaltonspur, keine Untertitel, keine Extras, nichts. Oder soll das seltsame Musikvideo vor dem Film ("Zwei Mille") ein Extra sein? Hoffentlich hat die Einzelverkaufsversion da mehr zu bieten.

Extras.....
Film**...

Tiger and dragon


Kampf in den Bambuswipfeln: Meister Mu-Bai gegen Möchtegern Jiao-Long

Martial Arts gekreuzt mit Schwerkraftüberwindung à la "Matrix". Die filmische Sprache und die Filmsprache Chinesisch richten sich wohl vor allem an ein asiatisches Publikum. Hier der Schwertkämpfer Li Mu-Bai, der mit dem Kämpfen aufhören möchte und daher sein herrliches Schwert dem Rat in Beijing schenkt, aber vorher noch seinen Meister rächen möchte, der von der verbrecherischen Schwertkämpferin Jadefuchs vergiftet wurde. Da die Tochter eines kaiserlichen Beamten, Jiao-Long, die gerne das freie Leben eines Schwertkämpfers führen möchte und sich daher von Jadefuchs in der Schwertkunst unterweisen läßt, aber von ihrem Vater verheiratet wird. Mu-Bai möchte die begabte junge Frau als Schülerin, doch sie möchte sich mit dem Sieg über ihn schmücken. Bei so viel Möchten sind Konflikte natürlich unausweichlich.

Die Schwertkämpfe sind zwar perfekt choreographiert, ich fand sie jedoch langatmig und ermüdend. Warum chinesische Schwertkämpfer fliegen können, mag für ein chinesisches Publikum klar sein, für uns im Westen ist es erklärungsbedürftig. Der Oscar für die beste Filmmusik hätte meiner Meinung nach doch dem Film "Gladiator" gebührt. Das Bild kommt mir - insbesondere in dunklen Szenen - verrauscht vor. Das Menü fand ich sehr hübsch.

Extras***..
Film***..

Tote schlafen fest

"What's wrong with you? - Nothing you can't fix."

[Screenshot]
They're together again: Bogie als Philipp Marlowe, Lauren Bacall als seine Klientin.

Verfilmung von Raymond Chandlers erstem Roman "The big sleep": Der steinreiche, aber altersschwache General Sternwood ist mit zwei hübschen, aber wilden Töchtern gestraft. Als er wegen irgendwelcher Eskapaden der jüngeren wieder einmal erpreßt wird, bittet er den Privatdetektiv Philipp Marlowe um Hilfe. Die ältere Tochter (gespielt von Lauren Bacall) beginnt sich sofort für Marlowes Nachforschungen heftig zu interessieren. Anscheinend hat auch sie eine Leiche im Keller.

Leider wurde das Drehbuch allzu sehr darauf getrimmt, aus Bogart und Bacall ein Liebespaar zu machen - das hat der Geschichte eher geschadet. Daher hat mir das Remake mit Robert Mitchum, das sich enger an die Romanvorlage hält, wesentlich besser gefallen. Nichtsdestoweniger ein guter Kriminalfilm. Extramaterial ist keines vorhanden, dafür wurde die DVD als Nice-Price verkauft.

Extras**...
Film***..

Toy Story

"To infinity and beyond!"


Das ehemalige Lieblingsspielzeug, die Cowboypuppe Woody

Die Cowboypuppe Woody ist Andys Lieblingsspielzeug. Das ändert sich an Andys Geburtstag, als Andy die Actionfigur Buzz Lightyear geschenkt bekommt. Woody ist eifersüchtig und versucht dem nervenden Buzz, der nicht begreifen will, dass er kein echter Space Ranger, sondern nur ein Kinderspielzeug ist, eins auszuwischen. Durch ihren Streit gehen sie verloren, und nur durch gemeinsame Anstrengung gelingt es ihnen, wieder zu Andy zurückzukehren.

Dies ist der erste Film, dessen Bilder vollständig am Computer entstanden sind. Allerdings war und ist man nach wie vor weit davon entfernt, Menschen auch nur halbwegs glaubwürdig zu rendern. Die Stimmen kommen von echten Menschen, und zwar von durchaus prominenten: Woody verleiht Tom Hanks die Stimme, die Musik ist von Randy Newman. Extrem nervig ist Disneys Angewohnheit, vor den Hauptfilm etliche Trailer zu stellen.

Funkt.*....
Extras***..
Film****.

Toy Story 2

"I don't need to play -- I've lived it"


Echse im Rückspiegel - Godzilla läßt grüßen.

Cowboypuppe Woody wird beim Versuch, ein Spielzeug aus der Flohmarktkiste zu retten, von einem Spielzeughändler gestohlen: er ist Teil einer Merchandiseserie aus den späten 50er-Jahren, die mit ihm komplett ist und an ein Spielzeugmuseum in Japan verkauft werden soll. Doch Buzz Lightyear und die anderen Spielzeuge machen sich auf den Weg, um Woody aus den Klauen des geldgierigen Mannes zu retten.

Das Sequel ist rasanter und witziger als der erste Teil. Die Tricktechnik ist noch besser geworden und die Drehbuchschreiber haben sich einige Gags einfallen lassen, z.B. die Reminiszenz an Star Wars (der böse Herrscher Zurg ist Buzz Lightyears Vater) oder die Parodie auf Godzilla (überhaupt ist der Dinosaurier mein Favorit). Herrlich sind auch die entnervend dauerlächelnden Barbies oder die "verpatzten Szenen" im Abspann, wie man sie schon im Großen Krabbeln sah (das in einer dieser Szenen auch vorkommt).

Funkt.*....
Bonus***..
Film****.

Autor: Michael Neuhold (E-Mail-Kontakt)
Letzte Aktualisierung: 21. März 2003